FIGHT 2001

Berichterstattung in der “Mitteldeutschen Zeitung”

Ronny Marschall (BUDOKAI-KKV Halle/li.) glänzte nicht nur in der Kata, sondern zog auch in den Finalkampf um den Titel des Grand Champion ein. Sein Vereinsgefährte Christian Mohr gewann den Bruchtest. Mz-Fotos (4); Andreas Löffler

 

Kampfsport

In Brandberge-Halle

flogen die Fäuste

Über 300 Sportler am Start - Lokalmatador belegt Rang zwei

Halle/MZ/awe. Eine rundum gelungene Sache, vor allem aber Werbung und Imagepflege für den Kampfsport - das waren die fünften „German Championchips Fight 2001" in der Sporthalle Brandberge. Insgesamt 34 Kampfkunstschulen aus ganz Deutschland schickten 330 Starter in den Wettkampf, um einen der Titel in den 46 Kategorien zu erringen. »Wir erlebten hier zwei schöne Tage und Kampfsport verschiedenster Stile auf hohem Niveau", so das Fazit eines zufriedenen Chef-Organisator Andreas Hogrefe vom Budokai-Kampfkunst-Verein Halle.

Am Sonnabend fielen die Entschei­dungen in Kata/Team-Kata und im Bruchtest. Letzteren konnte zur Freude der etwa 800 Zuschauer Publikumsliebling und Vorjahres-„Grand Champion" Christan Mohr

 

mit fünf durchschlagenen Holzbrettern a zwei Zentimeter für sich entscheiden. Gestern folgte der wohl attraktivste Teil. Beim Kumite (Zweikampf) galt es für die Aktiven, ihren Gegner mindestens fünf Mal zu treffen, ohne dabei selbst etwas „auf die Ohren" zu bekommen. Aufgrund der guten Organisation und des Regelwerkes kam es dabei bis auf einige Blessuren zu keinen gravierenden Verletzungen. Allein 23 Mal - ein Mammutprogramm - wurde hierbei in unterschiedlichen Gewichts- und Altersklassen der Sieger ermittelt.

Die Krönung der Veranstaltung war dann der Ausscheid zum „Grand German Champion" bei dem die Erst- bis Drittplatzierten der über Achtzehnjährigen ihren Meister suchten. Aus hallescher Sicht hatten Christian Mohr und

 

Ronny Marschall (Sieger 1999) die besten Karten. Nachdem die Saalestädter ihre Vorkämpfe souverän gemeistert hatten, trafen die Trainingsgefährten in der Vorschlussrunde direkt aufeinander.

Mit 3:2 behielt Marschall im Duell der Vorjahressieger knapp die Nase vorn und stand im Finale John Palatini von der Shu-Ha-Ri Karateschule Wittenberg gegenüber, die im Vergleich der Kampfschulen in der Gesamtwertung am Ende mit 75 Punkten vorn lag. Zur Überraschung vieler unterlag der Lokalmatador seinem Kontrahenten, der den Erfolg kaum fassen konnte. „Ich wollte hier eigentlich nur meine Schule gut vertreten. Dass es am Ende sogar zum Titel gereicht hat, ist für mich ein riesiger Erfolg", so der neue Grand German Champion aus der Lutherstadt.

 

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